Nachdem ich ja schön öfter mit Coverliedern und Liederabenden anderer Künstler unterwegs war habe ich nun meinen ersten Liederabend mit ausschließlich meinen eigenen deutschen Liedern gespielt. Der Abend hallt immer noch etwas in mir nach, so dass ich gerne meine Gedanken dazu loswerden möchte.
Nachdem der Abend bereits im Frühjahr mit der Haspa in Wentorf geklärt war, beschäftigte ich mich immer wieder mit der Frage, was soll ich spielen? Wie soll ich meine Stücke präsentieren? Und vor allem… sind die Stücke gut genug und gibt es ein Interesse an deutschen Liedermachersongs die keiner kennt. Also begann ich damit eine Setliste zu erstellen, ein bis zwei neue Lieder zu schreiben und mir eine kleine percussive Begleitung auszudenken, bis zu dem Tag an dem meine „Premiere“ stattfinden sollte. Nun ist es ja nicht so, dass ich erst seit gestern Musik mache aber ganz ehrlich… Ich war noch nie so aufgeregt wie vor diesem Abend. Und so fand ich mich bereits 2,5 Stunden vorher in der Haspa ein, baute mir meinen Platz für den Abend auf und konnte mit Hilfe von lieben Menschen an meiner Seite einen Soundcheck machen, bevor es dann langsam voll wurde. Ungefähr 60 Leute kamen an diesem Abend zu meinem Konzert. Ein paar „Wiederholungstäter“ waren wieder dabei, Menschen die mich noch nie gehört hatten und ein paar alte Freunde die scheinbar Gefallen an meiner Musik gefunden haben, was mich unwahrscheinlich gefreut hat. Natürlich gab es auch Leute von denen ich mir gewünscht hätte, dass sie mich an diesem Abend durch ihr dabei sein unterstützt hätten, aber das kannte ich schon und ich muss lernen damit umzugehen und es mir nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es um 19.30 Uhr endlich los und begann mit einer gehörigen Portion Aufregung. Aber wie es meistens so ist, nach Blicken ins Publikum und den ersten 3 Liedern verflog die Panik und die Lieder gingen mir recht flott von der Hand. Unterbrochen von kurzen Kommentaren zu meinen Liedern oder Gedanken spielte ich das Konzert, unterbrochen von einer Pause, ohne größere Katastrophen durch. Die Gespräche in der Pause bekräftigten mich immer mehr mit meinen eigenen Liedern dran zu bleiben und nicht nach einem Konzert wieder damit aufzuhören. Und der Applaus am Ende des Abends gab mir sofort das Gefühl…“Jederzeit wieder!“ Ich weiß, dass die Auftrittsmöglichkeiten für konzertante Liederabende, grade für unbekannte deutsche Liedersänger, nicht reich gesät sind aber wer weiß, irgendwo wird sich schon wieder etwas ergeben und darauf freue ich mich heute schon. Und vielleicht, nur vielleicht finden sich ja irgendwann auch ein paar Mitmusiker, die Lust haben meine eigenen deutschen Lieder mit Bass und Leadgitarre zu begleiten. Lieder von anderen zu covern macht Spaß, aber seine eigenen selbstgeschriebenen Lieder zu präsentieren und zu merken das diese gefallen ist noch einmal viel schöner! Und so freue ich mich schon heute unwahrscheinlich auf meinen nächsten Gig in einer schönen Location mit meinen eigenen deutschen Liebesliedern!
